Artikel tagged „Spielautoren“

Essen 2015: SAZ-Spezial im Livestream mit Hunter & Cron

So Ihr Lieben. Jetzt ist kurz vor Essen und ich bin so gut wie unterwegs. Daher noch in letzter Minute dieser Hinweis. (Und weil ich so faul war, habe ich den folgenden Text 1 zu 1 von der SAZ Seite kopiert.) Hier gibt es das Original mit noch ein wenig mehr Information.

Auf der Spiel ’15 dieses Jahr in Essen beschreitet die SAZ neue Wege. Statt einer Podiumsdiskussion werden wir, dem aktuellen Trend folgend, eine Diskussionsrunde live in Form eines Videostreams durchführen. Wir freuen uns, dass sich die bekannten Video-Blogger Hunter & Cron (Johannes Jaeger und Jan Cronauer) bereiterklärt haben, eine ihrer Sendungen von den Internationalen Spieletagen mit uns gemeinsam zu gestalten.

Wann? Freitag, 9.10.2015 um 14:00 Uhr

Thema? Was kommt zuerst: das Thema oder der Mechanismus? Die Autoren Steffen Bogen und Arve D. Fühler diskutieren mit den beiden Moderatoren über ihre Herangehensweisen bei der Spieleentwicklung.

Es gibt 3 Möglichkeiten, sich die Diskussion anzusehen:
1. Live vor Ort: Konferenzraum L im CC Süd (Eingangsbereich Halle 1) Der Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten.
2. Live im Internet auf Twitch. Hier darf auch gerne live kommentiert und mitdiskutiert werden. Auf Fragen wird gerne eingegangen.
3. Als Aufzeichnung auf dem YouTube-Kanal „Hunter & Cron – Brettspiele“


Ludopathiques 2015 in Etourvy

Ludopathiques 2015 in EtourvyZurück von Bruno Faiduttis Gathering (Ludopathiques 2015) in Etourvy/Frankreich. Lang war’s, schön war’s, regnerisch war’s, anstrengend war’s, super war’s.

Wie war’s noch? Ich habe so viele nette Menschen getroffent, tolle Gespräche geführt, viele interessante Dinge erfahren, tolle Prototypen gespielt (und auch ein paar „echte“ Spiele), gut gegessen und ordentlich getrunken, mich amüsiert, wohlgefühlt und einfach eine saugute Zeit gehabt. An dieser Stelle noch mal einen lauten Applaus für den Gastgeber und das gesamte Team vor Ort.

Ich will hier gar nicht soweit ausholen – auch zum ausführlichen Schreiben fehlt momentan die Zeit. Wer mehr berichtet haben möchte, wendet sich ganz einfach und vertrauensvoll an mich … Fotos habe ich übrigens auch einige gemacht. Die gibt es in der Bildergalerie.

Bruno Faidutti war da etwas fleißiger. Auf seinem Blog findet Ihr einen Kurzbericht in französisch und englisch – und auch noch weitere Fotos.


Weiter geht’s in 2015

Scharfe Schoten bei Toys R UsHalli Hallo, das neue Jahr ist da und langsam gehen auch meine Spieleaktivitäten wieder los. Hier auf dem Blog habe ich das nötigste aktualisiert: Meine Liste der Spielesammlung ist um die Weihnachtserrungenschaften ergänzt und auch ein neues Spiele-Logbuch für 2015 ist angelegt. Eigentlich wollte ich das Logbuch einfacher halten, oder sogar komplett abschaffen, aber es gab ein paar Stimmen, die mich überredet haben, das Logbuch in dieser Form weiter zu führen. Ich werde mich also bemühen, alle Spiele und Ergebnisse weiterhin einzutragen. So bleibe ich also der Geek mit dem Spielenotizbuch.

Neue Prototypen sind auch schon gebastelt und nächstes Wochenende geht es wieder in das schöne Bröltal zu einem langem Testwochenende – mit netten Menschen und tollen Kollegen. Ich freue mich schon riesig drauf.

Dann steht natürlich meine neue Veröffentlichung 2015 im Fokus. Und ein paar weitere Eisen sind ja hier und da auch noch im Feuer. Vielleicht wird ja das eine oder andere noch daraus geschmiedet wird …

Und oben ein unscharfes Foto der „Scharfen Schoten“. Aufgenommen, letzte Woche, im „Toys R Us“ in Offenbach. Zumindest freue ich mich über die gute Bestückung vom Zoch-Verlag und darüber, das das Spiel noch nicht im Ramschregal zu finden ist ;-)


Durchgewürfelte Rinderherden – Interview

El GauchoDas Reich der Spiele veröffentlicht jedes Jahr im Vorfeld der Spielemesse in Essen Interviews über kommende Neuheiten, in denen Spieleautoren, Verleger oder Redakteure zu Wort kommen. Auch ich wurde gebeten ein paar Fragen zu meiner Neuveröffentlichung El Gaucho zu beantworten. Hier kannst Du den Artikel lesen: „Spieleautor Arve D. Fühler über sein Brettspiel El Gaucho – Durchgewürfelte Rinderherden

Außerdem gibt es schon ein paar internationale Vorankündigungen: auf Metagames (englisch) und auf Ludovox (französisch).

Foto: Argentum


Spieleautoren sind Urheber!

„Mit einer juristischen Stellungnahme, einem offenen Brief und einer Unterschriftenaktion kontert die Spiele-Autoren-Zunft e.V. (SAZ) im April 2013 die Weigerung der Fachgruppe Spiel e.V., den Spieleautoren den Status als Urheber anzuerkennen und die Gespräche mit der SAZ gemäß § 36 UrhG als deren Vertretung fortzuführen.“

Mehr über dieses brisante und aktuelle Thema ist auf der Steite www.spieleautorenzunft.de/spieleautoren-sind-urheber.html zu lesen. Hier gibt es neben weiteren Links zu dem Thema auch den Verweis zur Unterschriftensammlung, die unbedingt unterstützenswert ist.

 


Ist das Kulturgut Spiel ein Schnickschnack?

So erfreut ich über den Artikel „Erfinder: Selbstverwirklichung per Weltraumspiel“ auf Spiegel Online bin, so kritisch möchte ich mich über die Positionierung des Artikels in der Rubrik „Gadgets“ unter dem Thema „Netzwelt“ äußern.

Gadgets? Ein Apparat? Eine technische Spielerei? Schnickschnack? Trifft das auf das Kulturgut Spiel zu? Ist das die richtige Positionierung für einen Artikel über eine „Spieleerfinder-Messe“ und für die weiteren Artikel zum Thema „Spiel“?

In keinem anderen Land wird soviel gespielt wie in Deutschland. Deutsche Gesellschaftsspiele genießen weltweit unter dem Begriff „German Games“ ein hohes Ansehen. Deutschland hat eine äußerst lebendige Spiele- und Spielerszene und einen großen und stetig wachsenden Spielmarkt. Das Kulturgut Spiel ist mit allen seinen Schaffenden in meinen Augen ein Teil der deutschen Kreativwirtschaft. Ist das Schnickschnack?

Neben den Menschen, die täglich beruflich mit dem Kulturgut Spiel zu tun haben, gibt es natürlich noch all die Menschen, die die Spiele spielen. Und gespielt wird quer durch die Gesellschaft: vom höchstem Topmanager über Politiker jeglicher Couleur bis hin zum ungelernten Arbeiter. Gespielt wird von Alten, von Senioren, von Familien und Jugendlichen bis zu den Kleinsten. Und oft finden sich diese verschiedenen Menschen aus den unterschiedlichen Altersgruppen zum Spielen zusammen … das ist gelebte Gesellschaft wie sie sein sollte.

Und dann steht die Rubrik Gadgets auch noch unter dem Thema „Netzwelt“, wobei doch gerade das Gesellschaftsspiel ein Gegenpol zur immer schneller werdenden Welt des Digitalen ist: hier sitzen ganz „analog“ Menschen gemeinsam an einem Tisch, die sich Zeit nehmen, miteinander ein paar schöne Stunden zu verbringen – und das sind nicht alles Netzwelt-Gadget-Nerds.

Ich sage also: „Nein, lieber Spiegel Online“. Diese Positionierung wird dem Stellenwert des Kulturguts Spiel nicht gerecht. Je nach inhaltlichem Schwerpunkt eines Artikels zum Thema Spiel gehört dieser in die Rubrik: Kultur, Gesellschaft oder Wirtschaft.

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P.s.: Diesen Text hatte ich heute auch als Artikel-Feedback an die Spiegel Online Redaktion geschickt. Und erfreulicherweise kam auch ziemlich gleich eine Antwort aus der Netzwelt Redaktion:

„Dass der Text unter dem Thema ,Gadgets‘ einsortiert wurde, ist einfach nur ein Fehler, für den wir um Entschuldigung bitten. Ich werde das sofort korrigieren, danke für den Hinweis.
Dass er im Netzwelt-Ressort erscheint, ist aber so gewollt: Wir kümmern uns seit jeher um Spiele aller Art (die nur bei uns gebührenden Platz finden – und wir hier in der Redaktion auch die Spielinteressierten sind). Das mag für Sie als Leser verwirrend sein, aber die Texte sollten eigentlich trotzdem immer zu finden sein. Ein richtiges Ressort ,Gesellschaft‘ gibt es bei uns auch gar nicht.
Dass Sie von uns Netzwelt-Redakteuren und unseren Lesern als „Netzwelt-Gadget-Nerds“ sprechen…darüber sehen wir mal hinweg. :-)

Ich persönlich spiele privat leidenschaftlich gern und sehr viel, in erster Linie Brettspiele. Deshalb freue mich über jeden Spieletext, den wir auf einer Nachrichtenseite überhaupt unterbringen können. Und ich bin froh, dass er dann in unserem Ressort erscheint. Woanders würde er zwischen den Tagesmeldungen wohl noch eher untergehen.“

Dazu sage ich dann: „Danke, lieber Spiegel Online und Danke an die Netzwelt Redaktion“. Ich hoffe, der Artikel ist dann standesgemäß unter der Rubrik „Games“ zu finden.


Die 16. Spieleerfinder-Messe in Haar

Am 22. und 23. Februar veranstaltete das Bayerisches Spiele-Archiv Haar e.V. zum 16. mal die Internationale Spieleerfinder-Messe. Hier hatten Spiele-Autoren Gelegenheit, ihre Spieleentwürfe und Prototypen den Redakteuren und Produktmanagern der Spielverlage vorzustellen.

Eröffnet hatte die Messe Herr Christian Brunner vom Spiele-Archiv Haar, der dieses Jahr zum ersten mal die Organisation und Leitung übernahm. Ein kritisches Grußwort gab es von Christian Beiersdorf, Vorstandsmitglied der Spieleautorenzunft. Er merkte an, das die Aussage „… es werden Ideen präsentiert …“ gerade im Zuge der allgemeinen Urheberrechtsdebatte nicht wirklich förderlich ist. Es handelt sich nämlich nicht um Spiele-Erfinder die Ideen präsentieren, sondern um Spiele-Autoren, die Spieleprototypen präsentieren. Eine Idee kann urheberrechtlich nicht geschützt werden, ein Produkt oder Prototyp aber schon. Die SAZ setzt sich für das Kulturgut Spiel und die Rechte der Spieleautoren ein. Sie ist seit Januar 2013 Mitglied in der Inititiative Urheberrecht.

Auch die Medien waren anwesend und haben für eine tolle Berichterstattung rund um den Messetermin gesorgt. Hier ein paar Links:

Bayerischer Rundfunk/Nachrichten: Erfinder-Messein Haar: Mekka für Spiele (Beitrag von Nina Riecher)

Spiegel Online: Erfinder: Selbstverwirklichung per Weltraumspiel (Bericht von Markus Böhm)

Merkur Online: Spieleerfinder-Messe in Haar: Hoffen auf den großen Wurf

P.s.: Wer mich kennt, erkennt mich vielleicht in dem einen oder anderem Beitrag. Ich sage Danke an den BR und Danke an den Journalist und Blogger Markus Böhm von dem auch das Foto stammt.